Gedichte über den Frühling

Gedichte über den Frühling: Kategorie klassische Frühlingsgedichte, Gedichte Seite 11

Hermann Adam von Kamp, 1796-1867

Alles neu macht der Mai
macht die Seele frisch und frei.
Lasst das Haus, komm hinaus,
windet einen Strauß!
Rings erglänzet Sonnenschein
duftend pranget Flur und Hain
Vogelsang, Hörnerklang
tönt den Wald entlang.

Wir durchzieh´n Saaten grün
Haine, die ergötzend blüh`n
Waldespracht - neu gemacht
nach des Winters Nacht.
Dort im Schatten an dem Quell
rieseln munter, silberhell
klein und groß ruht im Moos
wie im weichen Schoß.

Hier und dort, fort und fort
wo wir ziehen Ort für Ort.
Alles freut sich der Zeit,
die verjüngt, erneut
Widerschein der Schöpfung blüht
uns erneuernd im Gemüt.
Alles neu, frisch und frei
macht der holde Mai.

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