Frühlingsgedichte von Hermann Löns

Frühlingsgedichte: Kategorie klassische Frühlingsgedichte, Gedicht 14

Hermann Löns, 1866-1914

Frühling

Hoch oben vor dem Eichenast
Eine bunte Meise läutet
Ein frohes Lied, ein helles Lied,
ich weiß auch, was es bedeutet.

Es schmilzt der Schnee, es kommt das Gras,
Die Blumen werden blühen;
Es wird die ganze weite Welt
In Frühlingsfarben glühen.

Die Meise läutet den Frühling ein,
Ich hab´ es schon lange vernommen;
Er ist zu mir bei Eis und Schnee
Mit Singen und Klingen gekommen.

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Märzschnee

Märzschnee rieselt durch die Zweige
Und umspinnt den weiten Wald;
Alle Vogellieder schweigen
Und es wird so stumm und kalt.

Eine kleine graue Meise
Trillert einmal noch ihr Lied,
Einmal noch ein Sonnenstreifen
Dünn den stillen Wald durchzieht.

Auf den kalten, nassen Wegen
Gehe ich mit leichtem Fuß,
Wie ein Lied war mir dein Lächeln
Und wie Sonnenschein dein Gruß.

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Frühlingsgedichte

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